Mit der Heeresfeldbahn bis zur Eisenbahn von heute

01.10.2010 Kommentare deaktiviert von

Mit der Erweiterung des Artillerie-Schießplatzes rund um Jüterbog und der enormen Abholzung des bestehenden Waldbestandes nach 1870, wurde zum Transport des zugeschnittenes Grubenholzes die Heeresfeldbahn eingesetzt. Meterhoch wurden das Bauholz und die anfallende Rinde hinter dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes gelagert. Mit der enormen Entwicklung des Eisenbahnwesens entdeckte auch das preußische Militär die enormen Vorteile und Vorzüge dieses neuen Transportmittels.www.altes-lager.eu

Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken!

Mit der Schmalspurbahn von 600 mm konnte im Gegensatz zum Transport auf dem noch kaum vorhanden Straßennetz, große Mengen an Nachschub, vor allem an schweren Baumaterial, schnell und effizient transportiert werden.
Eisenbahnpioniere, eine Abteilung der Königlich Preußischen Militäreisenbahn, als eigens dafür ausgebildete Bautruppen erschlossen das gesamte Schießplatzgelände mit dem Netz der Feldbahnen. Rund um die Uhr fuhren die Transportzüge mit Baumaterial, um das Artilleriedepot, die Munitionsfabrik usw. aufzubauen.
Nicht zuletzt wurde auch die Heeresfeldbahn für die Bewegung der großen Attrappen-Schießscheiben über Rollen und Zugseile eingesetzt. So entwickelte sich ab 1883 die erste Schießplatzbahn Deutschlands zu einer der ältesten und modernsten ihrer Art bis zum ersten Weltkrieg. Kaiser Wilhelm II. und zahlreiche Diplomaten waren oft Gäste beim Manöverschießen auf dem Schießplatzgelände.

Für die Vollansicht anklicken!

Wie eine Karte des Schießplatzes von 1930 zeigt, verlief die Strecke von der Artillerie-Schule in Jüterbog 2 rechts der heutigen B102 über Neues Lager nach Altes Lager. Hier befanden sich das Lokomotivdepot und der Feldbahnschuppen. Ein weiterer Ausbau verlief bis zum Keilberg und weiter bis nach Luckenwalde.

Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken! Für die Vollansicht anklicken!

Fotos: Heeresfeldbahn mit Personal vorm Lokschuppen Altes Lager, Ein Ausflug mit Harmonie, der Schießplatzexpress beim Vorbeifahren an den Offiziershäusern des Tannenbergplatzes und der Treuenbrietzener Chaussee, Schießplatzexpress der Heeresfeldbahn 1928 mit einer Brigadelok von Hentschel einer Dh2t  max 25 km/h 12 Tonnen , 70 PS , LüP 5980 mm, Feuerwerker auf dem Weg zur Munitionsanstalt,Stempel der Militäreisenbahn

Für die Vollansicht anklicken!

Foto: Eine aufgearbeitete Brigadelokomotive der damaligen Heeresfeldbahn
Ehefrauen und Kinder der Offiziersfamilien nutzen die Bahn zum Einkauf und weitern Besorgungen. Da es zu dieser Zeit in Altes Lager keine Kirche gab, so diente die Schmalspurbahn auch zur Fahrt zum sonntäglichen Gottesdienst inJüterbog.

Für die Vollansicht anklicken!

Abgelöst wurde die Heeresfeldbahn zwischen Jüterbog und Altes Lager mit der Eröffnung der 1. Kreisautobuslinie Altes Lager -Jüterbog – Luckenwalde um1930.

Zeitgeschichte

Über den/die Autor/in

seit 1968 wohnhaft in Altes Lager. Hobbys: Fotografieren und Schreiben.
 kommentare geschlossen.