Wir stellen vor: Der Frauenchor Raduga aus Altes Lager

01.10.2010 Kommentare deaktiviert von

Nun sind schon 12 Jahre ins Land gegangen und der Raduga-Chor hat heute seine feste Heimstatt in Altes Lager gefunden.

Über die grenzen des Ortes hinaus kennt man den Frauenchor mit seinen herzerwärmenden Liedern, sei es in russischen, in deutschen oder in kirchlichen Darbietungen.

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Im Rahmen der Ansiedlung von Spätaussiedlern kam Maria Stach (Foto) mit ihrer Familie aus den Tiefen Sibiriens 1993 nach Altes Lager.

Mit ihr kamen rund 1000 weitere Spätaussiedler in den damaligen Ortsteil „Flugplatz“.

Wer schon einmal in einem fremden Land wohnte, der kennt die Sehnsucht nach einem Ort, an dem man sich wohlfühlt. Wir haben den Ort gefunden, das ist Altes Lager, sagt Maria Stach. Aller Anfang ist schwer, das galt auch für uns. Integration, Arbeitsplatzsuche, nicht zuletzt die Heimatsprache neu erlernen, waren die Hürden die gemeistert werden mussten.

Unter dem gemeinsamen Motto: „Egal wo wir sind. Egal wo wir hingehen. Über Tage oder Jahre. Lieder sind die besten Freunde. Lieder bleiben immer bei uns“, gründete sich am 18. August 1998 der 1. Frauenchor des GemeinschaftswerkesNiedergörsdorf.

Das Gemeinschaftswerk Niedergörsdorf im Ortsteil „Flugplatz“, führte im Rahmen des Projekts „Integration von Spätaussiedler“ regelmäßig Frauengesprächsrunden durch.

Mit Begrüßungsliedern und der Einstimmung auf die verschiedenen Gesprächsthemen fand man Freude am Singen.

Daraus reifte der Gedanke und schließlich der Wunsch nach einem gemeinsamen Singen in der Gruppe.

Helene Franke und Pfarrer Walter Thielmann waren die ersten Organisatoren des neuen Frauenchors.

2001 wurde daraus der neue Name“ Raduga“ übersetzt aus dem russischen „Regenbogen“. Ein überaus passender Name, denn wie ein bunter Regenbogen umspannt der Raduga-Chor mit seinem überaus farbenfreudigem Programm, mit seinen bunten Trachten und Kostümen, die alle selbst angefertigt werden, jedes Mal das Publikum bei Gesang und Tanz.

Dass es ein reiner Frauenchor wurde, war anfangs nicht angedacht. Heute unterstützen einige Männer als Instrumentalisten, als Berater oder als Dirigenten den Chor.

Jeden Dienstag ab 18.00 Uhr treffen sich die z.Z. 13 Chorsänger im Gemeinderaum der Evangelischen Kirche in Altes Lager.

Heute leiten den Chor:

Maria Stach 1.JPGMaria Peters.jpgIlolanta Malinowski.jpg

Maria Stach, die vom ersten Tag an dabei ist, Maria Peters und Ilolanta Malinowski.

Wir haben Nachwuchsprobleme, so Maria Stach, und würden uns freuen, wenn gesangsfreudige Frauen, die auch die russischen Volklieder mitsingen möchten, sich bei uns melden würden.

Ich kann nur sagen: „Wer einmal das wunderbare Programm des Radugachors miterlebt hat, der kommt gerne wieder“.

Ein herzliches Dankeschön – und weiter so!

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Fotos: Zuarbeit Olga Stach vom Raduga-Chor, Helmut Meck

Kunst - Kultur - Musik, Zeitgeschichte

Über den/die Autor/in

seit 1968 wohnhaft in Altes Lager. Hobbys: Fotografieren und Schreiben.
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