Zielkirche St. Barbara entdeckt
Mit der stetig steigenden Seelenzahl in Altes Lager und Neues Lager ergab sich vom Pfarramt in Kloster Zinna, Grüna und Niedergörsdorf in den 30er Jahren immer mehr die Forderung eine eigene Kirche in Altes Lager zu errichten.
Waren die umliegenden Pfarrämter für die kirchliche Betreuung und auch für die Beerdigungen der Zivilpersonen zuständig, ergaben sich aufgrund der Entfernungen immer wieder Probleme.
Hinzu kommt, dass zu dieser Zeit die Orte Mehlsdorf und Dorf Zinna ausgesiedelt wurden, um den Schießplatz zu erweitern.
Zahlreiche aktenkundige Gespräche und Vereinbarungen zwischen der Evangelischen Superintendantur und dem Wehrmachtsfiskus ergab folgendes Ergebnis.
Mit dem Ankauf des Geländes zum Bau der Schulsiedlung konnte keine weitere Fläche zur Errichtung einer Kirche, eines Pfarramts und eines Friedhofs bereitgestellt werden.
Für das Seelenheil bei Hochzeiten, Taufen und Militärgottesdiensten wurde eigens im Verwaltungsgebäude des Artelleriedepots ein großer Saal eingerichtet.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte sich das Problem Kirchenbau von selbst gelöst. Nach dem Ende des Krieges ergab sich erneut das Problem, wohin mit den Gefallenen und Toten?
So ergab sich der gemeinsame Beschluss mit dem russischen Kommandanten und der provisorischen Gemeindeverwaltung nach so viel Jahren einen eigenen Friedhof an der B 101 anzulegen.
1.Foto Tote die auf Felder und in Gärten begraben waren, wurden umgebettet.
Aus alten Barackenteilen wurde dann in den 60er Jahren die 1. Holzkirche errichtet. Betreut wurde die Kirchengemeinde durch Pfarrer Parisius.

Foto. 2 und 3 und 4 Durch einen Brand und Vandalismus wurde sie nach 10 Jahren abgerissen.

Bekannt ist weiter, das die Zielkirche auf dem Schießplatz den Namen „Sank Barbara“, als Schutzpatron der Artelleristen erhielt. Sie auch für den offenen Gottesdienst genutzt wurden.
So ist das Problem Kirche in Altes Lager bis heute nicht gelöst!



