Schilder am Ortseingang werden erneuert
Die erst vor kurzer Zeit an den Gemeindegrenzen Niedergörsdorfs aufgestellten Schilder, auf denen Reisende herzlich willkommen geheißen und in der Gegenrichtung auch mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen freundlich verabschiedet werden, müssen erneuert werden. So wird auch das kurz vor der Tankstelle von Altes Lager stehende Schild in den nächsten Tagen ausgewechselt. Grund hierfür ist das neue Leitbild der Gemeinde Niedergörsdorf, mit dem eine ausgeklügelte Werbestrategie verbunden ist. (Die MAZ berichtete)
Ziel ist es, die bisher als Nachteil angesehene Überalterung der Bevölkerung als Markenkern herauszustellen und mit Seniorenwohngemeinschaften, altersgerechten Spielplätzen und Seniorensportvereinen neue Bewohner aus der Großstadt Berlin anzulocken.
Nach Aussage des Ortsvorstehers von Altes Lager, Christian Göritz, wird sich der Ortsteil dieser neuen Aufgabe und Herausforderung stellen. Die Sportgemeinschaft “Blau-Weiss” Altes Lager e.V. sieht sich bereits bestens gerüstet. “Wir sind ohnehin schon eine Seniorenmannschaft”, kommentierte deren 1. Vorsitzender Marko Göritz die Entwicklung. Die Freiwillige Feuerwehr will sich nun voll auf die Einrichtung einer Seniorenwehr konzentrieren. Die Gaststätten und Freizeiteinrichtungen sehen sich ebenfalls gut vorbereitet. Anke Busse vom Gasthof zum Alten Lager berichtet, dass der Seniorenteller hier längst Standard sei. Susanne und Ulrich Theilemann setzen im Schlafwagenhotel und Café schon seit der Eröffnung auf Oldtimer. Im Eiscafé Mischka will man mit der Mobilitätshilfe für Senioren bei Eis und Sahne punkten. Die Geschäftsführerin des Kulturzentrums DAS HAUS, Andrea Schütze, sagte in einer ersten Stellungnahme, man habe sich programmatisch auf betagte Gäste eingestellt und beziehe die wenigen Jugendlichen vor allem als Alleinunterhalter bei Seniorenveranstaltungen zu Kaffee und Kuchen mit ein. In Herberts Bierstube setzt man seit Jahren erfolgreich auf Bierwärmer, die für einen magenschonenden Genuß sorgen. Eine repräsentative Umfrage in der Schulsiedlung ergab, dass 98,9 Prozent der Einwohner/innen von Altes Lager mit dem neuen Leitbild sehr zufrieden sind. “Da hat sich das über zwanzigjährige Warten am Ende doch noch gelohnt”, war die einhellige Meinung. Nur die 1,1 Prozent der Ewiggestrigen, die sich nicht zu ihrem Alter bekennen wollen, trüben das positive Bild.
Nun aber zurück zu den Schildern: Diese müssen ausgetauscht werden, weil die Begrüßungsformel geändert wird. Diese lautet ab 1. Mai: “Herzlich willkommen in der Gemeinde der rüstigen Rentner Niedergörsdorf.”
Foto: pontchen / photocase.com


Da heute der 2. April ist, bin ich ja dem Seniorenalter bereits wieder 1 Tag näher und freue mich auf das bis zu dieser Zeit entwickelte umfangreiche kulturelle Angebot.
Hallo Klaus
Der Artikel ist doch ein Aprilscherz
April, April !!!!
Hallo Christian,
bist Du Dir sicher oder vermutest Du dies nur aufgrund des Erscheinungsdatums? Gut, dass nur einmal im Jahr der 1. April ist. Man würde ja sonst das ganze Jahr zweifeln.
Dann schauen wir mal, ob zum 1. Mai die Schilder gewechselt werden.
Hier meine Vorschläge zur Umsetzung des Gemeindeleitbildes in Altes Lager:
- Freigabe des Skaterweges für Rollatoren
- Einkaufspatenschaften des Familienzentrums für SeniroInnen analog “Timur und sein Trupp”
- Ansiedlung eines Allgemeinmediziners, Orthopäden ….
- Erweiterung der Physiotherapieparaxis auf Hausbesuche
Hallo Silke
Die Sache Familienzentrums ” Timur und sein Trupp” ist gar nicht so schlecht.
Denn so würden die Kleinen den Respekt vor den Alter lernen.
Unter den Motto ” nur der Freude bereitet kann Freude empfinden”.
Sehr schön, Christian! Und Respekt vor (alten) Menschen ist grundsätzlich etwas anderes als Marktanalyse und ökonomische Vermarktung der Menschen unter dem (moralischen) Deckmäntelchen eines Leitbildes. “Timur und sein Trupp” wäre da sicher der wertvollere Ansatz.