
26.10.2009 | von Helmut Meck [1] | Kunst & Kultur [2]
Es wollte nicht aufhören, der Besucherstrom am Samstag, dem 24. Oktober 2009. Er hatte nur ein Ziel, das Schmiedefest in der Schulsiedung in Altes Lager zu Besuchen. So vorbildlich wie die Organisatoren der Firma Metallgestaltung Brüning [4] mit allen Helfern, Freunden und Familienangehörigen für einen Programmhöhepunkt nach dem anderen sorgten, so zeigte sich auch der Wettergott von seiner guten Seite.
Nun habe ich in den zurückliegenden Jahren schon einige vorbildliche Veranstaltungen für jedermann in Altes Lager erlebt. Was aber am vergangenen Samstag stattfand, war ein Freudenfest für Alt und Jung und vor allem für die gesamte Familie. Unter dem Motto: „Ein Schmiedefest im Zeichen des Mittelalters“ stimmte alles. Angefangen von der Versorgungsleistung mit Kartoffelpuffer, mit oder ohne Knobelauchsoße , Schmalzstullen mit oder ohne Zwiebellauch, oder das kräftige Essen aus dem Schmiedetopf stimmte eben alles bei Met, Apfelpunsch und Bier.
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Dann ging das bunte Treiben los. Mit der Sackpfeife gespielt von Thomas Rülicke aus Seehausen und dem Trommler Nico Richter aus Wittenberg, umrahmten sie das weitere Programm.
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Dann wurde es plötzlich laut. Ritter mit Schwerter, Schild und Lanzen bewaffnet standen sich im Schaukampf gegenüber. Ein Feuergaugler aus Berlin sorgte für weitere humorvolle Unterhaltung. Was ein selbstgeschmiedetes Langschwert alles schafft und wie scharf es sein kann, zeigte uns Steven Brüning [6] beim Durchtrennen eines nassen Strauchbündels.
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Was wäre ein Schmiedefest wenn die Meister der Schmiedekunst nicht selbst ihr Können an der Esse und dem Ambos unter Beweis stellen würden. Im gekonnten rhythmischen Dreiklang der Schmiedehämmer konnte man ihnen über die Schulter sehen und das Verformen des glühenden Eisen verfolgen.
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Aber auch das Schmieden unter fachkundiger Anleitung wurde von vielen Kindern und Erwachsene gerne angenommen. Für weitere Unterhaltung sorgte die Band „Spare Live“ aus Berlin mit ihren gekonnten Rhythmen von Bluegrass bis New Country.
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Eine weitere Feuershow zeigte die Gruppe „Mietar“ aus Oehna mit ihren erstaunlichen Feuerspielen in den dunklen Himmel.
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Dann war es soweit, es war genau 21.30 Uhr. Der eigens von Conrad Spormann aus Berlin und Denni Ludwig gebaute Rennofen aus Lehm zur Verhüttung von Rasenerz wurde aufgebrochen. Über 18 Stunden wurde er mit Holzkohle und Rasenerz belegt um am Ende bei 1100 Grad Celsius das glühende Roheisen zu gewinnen. Überraschend die Tatsache, das fast alle Besucher sich diesen Moment nicht entgehen lassen wollten. Unter schweren körperlichen Entsatz wurden am Ende rund 10 kg Roheisen gewonnen!
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Alle Aktiven und Zuschauer waren voll und ganz mit dieser erstmaligen Darbietung der uralten Form der Eisengewinnung zufrieden.
Da kann man nur sagen; Euch allen ein herzliches Dankeschön! Das sagten auch die rund 300 Besucher aus, Wittenberg, Mahrzahne, Treuenbrietzen, Dahme, Luckenwalde und den umliegenden Dörfern. Wir kommen gerne wieder und freuen uns jetzt schon auf das 5. Schmiedefest der Firma Metallgestaltung von Reinhard, Steven und Karin Brüning [12] aus Altes Lager.
Weitere Fotos:
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